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Substitutionsvereinbarung für RA NÖ 2019

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  • Substitutionsvereinbarung für RA NÖ 2019

    Hallo Leute,
    ich verhandle gerade meine Substitutionsvereinbarung aus - die Rahmenbedingungen wären:
    60.000 plus USt plus 25% für eigene Mandanten (einige hab ich, aber jetzt auch nicht übermäßig viele), Haftpflicht trägt die Kanzlei, den Rest muss ich zahlen. Das ganze für 4 Tage die Woche (ist bei mir schon immer so, dass ich Fr nicht da, jedoch meistens erreichbar bin) in einer kleinen Kanzlei in NÖ.
    Ich finds eigentlich okay, hab mich grad im Kollegenkreis umgehört, viel erfährt man leider nicht. Deshalb meine Frage von euch, was haltet ihr davon?
    Danke, lg Javes

  • #2
    finde ich schon ziemlich mager.kommt halt drauf an, wieviele Stunden du beschäftigt bist und wieviel am Freitag anfallen würde...aber da verdient man (zumindest in Wien) sogar als Konzi teilweise deutlich besser; nicht nur in Großkanzleien.

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    • #3
      Also ich finde das nicht so wenig, vor allem für 4 Tage, sind 75 hochgerechnet sind netto 6.250 pM plus 25% für eigene Causen.
      Kommt freilich auch die Arbeitszeit an.

      Aber man kann das auf zwei Arten beurteilen:

      a) Wie viele Stunden arbeite ich und was würde ich als Angestellter Jurist wo anders bekommen?
      b) Welchen Umsatz bringe ich und welche Kosten hätte ich als Einzelanwalt? Was würde mir bei gleicher Arbeitszeit als Einzelanwalt (oder in Regie mit 1-2 Koll) überbleiben. Dann muss man noch einen Abschlag für das Risiko bzw den Fixverdienst machen.

      Ist sicher auch eine Frage der Persönlichkeit - sind mir Kosten von 30 und einen unsicherer Umsatz von 100 +/- lieber oder etwas fixes mit 60 (+) ... Wenn man in 4 Tagen 40h+ arbeitet wird man das auch berücksichtigen müssen, dann sind es keine echten 4 Tage.

      Und letztlich die Option der späteren Kanzleiübernahme (zu welchen Konditionen), wie (nett) ist der Koll, die Sek, das Arbeitsumfeld. Habe ich Lust, eine Kanzlei aus dem Boden zu stampfen? Wie nahe ist die Kanzlei zu meinem Wohnort, hätte ich da die Chance als Newcomer zu punkten?

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      • #4
        Zitat von cbk Beitrag anzeigen
        Also ich finde das nicht so wenig, vor allem für 4 Tage, sind 75 hochgerechnet sind netto 6.250 pM plus 25% für eigene Causen.
        Kommt freilich auch die Arbeitszeit an.
        Ich meine, dass 85k-100k plus USt pro Jahr üblich sind (zumindest in Wien).

        Die hochgerechnet € 6.250 "netto", muss er noch versteuern, dann kriegt er das natürlich auch nur noch 12x und nicht mehr 14x wie bisher und muss davon auch Kammerabgaben, Krankenversicheurng, Haftpflichtversicherung, etc. zahlen. Also ich weiß nicht, ob das sooo toll ist, wo man dann doch eigenverantwortlich ist und (wenn es nicht vereinbart wird) halt auch sonst keine Ansprüche wie ein Angestellter hat (Arbeitslosengeld, Urlaub, Krankheit, etc).

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        • #5
          Ist zwar ein bisschen off topic, passt aber doch irgendwie dazu: Was würdet ihr sagen ist als „echter“ angestellter RA derzeit außerhalb Wiens üblich bzw. der ungefähre Rahmen? Also netto 14x, wobei sämtliche Kosten (Versicherungen, Kammerbeitrag, Haftpflicht usw.) der AG trägt.

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          • #6
            Also ich bin Mo-Do meist so 35-40h produktiv am arbeiten (hab gemerkt, dass ich so gut wie keine Stunden weniger schreib als wie wenn ich Freitag da war), kaum länger als bis 7 in der Kanzlei und kann mir die Arbeit eigentlich sehr gut einteilen. Die Kanzlei mag ich sehr gerne, hab auch vor zu bleiben und mich zu beteiligen. Also für mich passts, die 25% werd ich noch nachverhandeln, aber das wars. Mich hat nur interessiert, was so "üblich" ist, weil es wird ja ein großes Geheimnis drum gemacht.

            Achja - Urlaubsanspruch bzw. bei Krankheit bleiben bei mir "ganz normal" bestehen.

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            • #7
              Zitat von Javes Beitrag anzeigen
              Achja - Urlaubsanspruch bzw. bei Krankheit bleiben bei mir "ganz normal" bestehen.
              Aua, da ist aber ziemlich sicher, daß das zum Dienstverhältnis umqualifiziert wird, wenn die Krankenkasse da draufkommt.
              Wer die Wahrheit im Wein sucht, darf nicht nach einem Achterl schon aufgeben.

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              • #8
                Zitat von Paco Beitrag anzeigen
                Die hochgerechnet 6.250 "netto", muss er noch versteuern, dann ... muss er davon auch Kammerabgaben, Krankenversicheurng, Haftpflichtversicherung, etc. zahlen
                Dann ist aber auch die Bemessungsgrundlage für die Steuer niedriger, zusätzlich Werbungskosten (PC zu Hause, PKW usw) ... aber ich freue mich über jeden, der mehr erhält - man muss sich nur nach der Decke strecken und der RA und der Subst müssen kalkulieren, wie hoch die Einnahmen / Kosten / Risiko für beide Seiten sind - das muss man ausgleichen ...

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                • #9
                  Zitat von Firmian Beitrag anzeigen

                  Aua, da ist aber ziemlich sicher, daß das zum Dienstverhältnis umqualifiziert wird, wenn die Krankenkasse da draufkommt.
                  Gehe ich nicht davon aus, da ich ja jeden Monat unterschiedlich ausbezahlt bekomme. Außer den Auszahlungsbeträgen sieht die Kk ja nicht wirklich was.

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                  • #10
                    Zitat von Firmian Beitrag anzeigen

                    Aua, da ist aber ziemlich sicher, daß das zum Dienstverhältnis umqualifiziert wird, wenn die Krankenkasse da draufkommt.
                    https://www.rechtsanwaelte.at/kammer...enproblematik/

                    das wird da wohl auch anwendbar sein, denke ich.

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                    • #11
                      Wenn die "Gehaltsfortzahlung bei Krankheit" lesen, naja.

                      Wobei ich als Anekdote ja immer erzähle, der allerschlechteste "Werkvertrag", den ich in meinem Berufsleben je gesehen habe, war von einer Wiener Wirtschaftskanzlei.

                      Gerade mal "Dienstvertrag" per suchen-ersetzen durch Werkvertrag ersetzt, ansonsten alle Schmankerln, 14 Monatsgehälter, Krankheitsfortzahlung, Urlaubsanspruch, Konkurrenzverbot.....

                      Selbst albanische Bauunterneher, die nur wenige Jahre eine Schule besucht haben, haben so was besser hingekriegt.

                      Aber wenn bei den Rechtsanwälten jetzt generell keine KV-Pflicht in der WGKK mehr besteht, dann ist's natürlich relativ egal, bis auf Kommunalsteuer und DB.
                      Wer die Wahrheit im Wein sucht, darf nicht nach einem Achterl schon aufgeben.

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                      • #12
                        Wie ist das mit Urlaub und EFZ gemeint?

                        Ich bin auch Substitut und selbstverständlich kann ich Urlaub machen, wann ich möchte. Meine Pauschale wird dadurch nicht weniger. Aber ich mache im Urlaub (logischerweise) keinen Umsatz und über's Jahr betrachtet muss halt der Umsatz stimmen (wie vereinbart). Für meinen Urlaub wird kein "fiktiver Umsatz" angeschrieben, sondern ich muss halt die restliche Zeit entsprechend mehr Umsatz machen. Wenn ich den vereinbarten Jahresumsatz nicht erreiche, bekomme ich weniger Geld. Insofern habe ich keinen Urlaubsanspruch und das ist so auch vereinbart.

                        Das gleiche bei Krankheit: Dass meine Pauschale nicht automatisch sinkt, wenn ich krank bin, bedeutet noch keine EFZ, sondern liegt im Wesen einer konstant hohen Pauschale. Problematisch wäre es erst, wenn ich aufgrund meiner Abwesenheit wegen Krankheit einen Umsatz "gutgeschrieben" bekäme, den ich während dieser Zeit erwirtschaften hätte können. Alles andere ist keine Entgeltfortzahlung, sofern ich einen Jahresumsatz erreichen muss und das jährliche Gesamthonorar ausschließlich an diesen Umsatz anknüpft.

                        Im Übrigen ist die schon oben erwähnte Gesetzesnovelle nun wohl eindeutig. Und toll ist, dass in den Erläuterungen zu dieser Novelle auch betont wird, dass diese Novelle auch steuerrechtlich relevant ist.

                        Ich schlage vor, dass wir das in den TMB verschieben.

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                        • #13
                          Natürlich darfst Du Urlaub machen und krank werden. Nur halt nicht in Verbindung mit einer fixen Monatspauschale, wie sie mein genannter Fall damals hatte (es stand sogar das Wort "Gehalt" im Vertrag!). Wenn's eh nach realem Umsatz geht, kann man ja nicht von Entgeltsfortzahlung sprechen.
                          Wer die Wahrheit im Wein sucht, darf nicht nach einem Achterl schon aufgeben.

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                          • #14
                            Es ist aber durchaus möglich (und meines Wissens üblich), dass das Gesamthonorar im Kalenderjahr direkt vom erwirtschafteten Umsatz abhängt, allerdings monatlich eine fixe Pauschale als Vorauszahlung (Akonto) auf dieses Gesamthonorar bezahlt wird. Wenn ich dann z.B. im August 2 Wochen Urlaub mache, bekomme ich dennoch die konstant hohe monatliche Pauschale. Denn die Pauschale ist ein Akonto. Das macht den Urlaub aber nicht zu einem "bezahlten Urlaub", solange für die Zeit meiner Abwesenheit kein fiktiver Umsatz angesetzt wird.

                            Weshalb soll das nicht gehen?

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                            • #15
                              So geht es ja eh.

                              Aber in dem von mir genannten Beispiel war es ein umsatzunabhängiges "Gehalt" (sogar so bezeichnet, wenn ich mich recht erinnere - leider finde ich's auf meiner Festplatte nicht, möglicherweise hatte ich's auch nur in Papierform.). Mit einem Konkurrenzverbot als i-Tüpferl.
                              Wer die Wahrheit im Wein sucht, darf nicht nach einem Achterl schon aufgeben.

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